EXIF steht für Exchangeable Image File Format und bezeichnet einen Metadatenstandard, der von Digitalkameras und Smartphones automatisch in JPEG- und TIFF-Dateien eingebettet wird. Diese Metadaten beschreiben die technischen Aufnahmeparameter und können darüber hinaus persönliche Informationen enthalten.
Typische EXIF-Felder umfassen: Kameramodell und -hersteller, Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Belichtungszeit, Blende (f-Wert), ISO-Wert, Brennweite, Weißabgleich sowie – sofern GPS-Tracking aktiviert war – die genauen Geokoordinaten des Aufnahmeorts. Bei Smartphone-Fotos sind diese GPS-Daten häufig auf wenige Meter genau.
Das Datenschutzproblem entsteht, wenn du ein Foto mit eingebetteten EXIF-Daten direkt hochlädst: Jeder, der Zugang zur Originaldatei hat, kann mit einem simplen EXIF-Viewer herauslesen, wo und wann das Foto aufgenommen wurde. Auf manchen Plattformen sind Originaldateien temporär zugänglich, bevor die Serverinfrastruktur die EXIF-Daten bei der Komprimierung entfernt.
Die meisten großen Plattformen – darunter LinkedIn, Instagram und Facebook – streifen EXIF-Daten automatisch beim Upload, um die Privatsphäre ihrer Nutzer zu schützen. Dennoch empfiehlt es sich, EXIF-Daten vor dem Hochladen manuell zu entfernen, da du nie sicher weißt, ob und wann die Plattform die Datei zwischenspeichert. Unter macOS reicht dafür das Terminal-Tool exiftool -all= bild.jpg; Windows 11 bietet eine Rechtsklick-Option unter Eigenschaften → Details → Persönliche Informationen entfernen.
KI-generierte Bilder aus Profilbild.com enthalten keine EXIF-GPS-Daten – es gibt keinen realen Aufnahmeort, der preisgegeben werden könnte.